
Barrierefreiheit - Kostenfalle oder Business Case
Ein häufig anzutreffendes Vorurteil: "Die Zugänglichkeit von Webangeboten für alle Menschen ist doch nur aufwändig, kostet viel Geld und bringt nichts".
Zwei wesentliche Thesen und ein interessanter Business Case:
- Mit barrierefreien Websites kann mehr Umsatz generiert werden
- Mit barrierefreien Websites können Kosten eingespart werden
Dass mit barrierefreier Gestaltung von Websites attraktive, zusätzliche Zielgruppen besser angesprochen werden und sogar Kosten für die Pflege und Wartung von Webauftritten eingespart werden können, zeigt dieser Artikel.
Erreichen Sie zusätzlich 29 Millionen 'Best-Ager', 'Silver Surfer' und 9% aller Männer
Mehr Reichweite einer Website bedeutet mehr Umsatz. Allein in der EU gibt es 37 Millionen Menschen mit Behinderungen unterschiedlicher Ausprägung von Sehschwächen bis schweren Mehrfachbehinderungen oder Blindheit. Derzeit sind ca. 20 % der Bevölkerung über 60 Jahre.
Ein besonders interessantes Marktsegment, das es in den meisten Fällen noch zu erschließen gilt, ist die Kundengruppe der so genannten 'Best-Ager' oder 'Silver Surfer'. Mit den Best-Agern werden die ab 50-jährigen bezeichnet, die mittlerweile mit 29 Millionen Deutschen eine finanzkräftige, konsumbereite Käuferschicht darstellen. Laut einer Erhebung des TNS Emnid Institutes vom Juni 2004 ist jeder Zweite (50,3%) der 'Best-Ager' mittlerweile online. Doch sehr häufig werden Websites im Internet den Bedürfnissen dieser Zielgruppe nicht gerecht. Zu kleine Schrift, schwache Farbkontraste oder eine zu komplizierte Seitenstruktur sind nur einige Hindernisse, die die Nutzung des Internet- Angebotes erschweren.
9% aller Männer und ca. 0,8% der Frauen haben eine Rot-Grün-Sehschwäche. Sie können nur erreicht werden, wenn starke Kontraste und klare Schriften eingesetzt werden und ihnen die Kontrolle über die Farbe von Schrift und Hintergrund gegeben wird. Blinkende oder animierte Texte stellen eine Barriere dar...
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